Ravensburger Schwarze Veri Zunft
Räuber

Räuber

Die Räuberbande des Schwarzen Veri

Als in der Nacht vom 18. auf den 19. Dezember 1817 die Ölmühle des Joseph Scheib in Betzenweiler lichterloh brannte, wurde schnell offenkundig, dass hier Räuber am Werk waren.

Der „Schwarze Veri“, der mit bürgerlichem Namen Xaver Hohenleitner hieß, zählte zu den waghalsigsten Räubern, welcher sich in den Jahren 1817 bis 1819 mit seiner Räuberbande nicht nur in den Gemarkungen von Ravensburg, sondern auch im gesamten schwäbischen Oberland herumtrieb. Der „Schwarze Veri“ stammte aus Rommelsried bei Zusmarshausen und war bei seiner Verhaftung 31 Jahre alt. Xaver hatte eine von der Sonne gebräunte Gesichtsfarbe, blitzende Augen und prachtvolle blendend weiße Zähne. Sein dichter Backen- und Kinnbart sowie seine in langen Flechten herabhängenden Haare waren pechschwarz, daher sein Gaunername: Der „Schwarze Veri“! 

Beim Storchenhaus bei Durlesbach wurde später fast die gesamte restliche Bande von einer Streife gefangen genommen. Der Schwarze Veri wurde in Biberach im Ehinger Turm eingekerkert und in schwere Ketten gelegt. Am 20. Juli 1819 schlug ein Blitz in den Turm ein, wobei der Schwarze Veri, laut fluchend, den Tod fand. Seine Raubgenossen wurden zu hohen Haftstrafen verurteilt, schmachteten im Gefängnis und erlagen zum Teil der Schwindsucht. 

Nach historischen Überlieferungen des Biberacher Genremalers Johann Baptist Pflug (1785-1866) entstand die Räuberbande der Ravensburger Schwarze Veri Zunft e.V., welche sich aus zwei Gruppen zusammensetzt: Den Ur-Räubern (namentlich bezeichnete Räuber der Schwarzen Veri-Bande) und den Zugelaufenen:

Die"Urräuber" und die "Zugelaufenen"

Die Ur- oder Stammräuber (Einzelmasken) bestehen aus:

  • dem „Schwarzen Veri“, Räuberhauptmann Xaver Hohenleitner
  • Friedrich Klump, der Schöne Fritz
  • seinem Schatten - „Urle“
  • Ulrich Hohenleitner, Bruder des Schwarzen Veri den Spießgesellen
  • Christian Maucher, das Bometshauser Schneiderle
  • Sebastian Kellermann, Baste
  • Anton Rosenberger, der Schleifers Toni
  • Fidelis Sohm, auch der „Einäugige“ genannt
  • „Condeer“ Joseph Anton Jung
  • Josef Lang (Vater & Sohn), der „alte und der junge Bregenzer Seppel“
  • „Dreckete Bläse“ Blasius Gebhard aus Wassers
  • Franz Merkle, der Weberenfranz
  • Johannes Wesmer, dem Käferenhannes
  • Fidelis Gindele, der rote Metzger, Gossnerhof Ravensburg
  • Xaver Feßler, der Storchenwirt