Ravensburger Schwarze Veri Zunft

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Einladung zum Papiermühlenweg - Auf den Spuren der Ravensburger Papiermacher

Wie bekannt stellt unsere Narrenfigur der Ölschwang Papierkrattler einen lustigen Papiermachergesellen dar, der stolz darauf war ca. 150 bis 200 Jahre lang das beste Papier in ganz Deutschland hergestellt zu haben. Um an die Tradition der Papierherstellung zu erinnern streut er bei den Narrensprüngen Papier in Form von Konfetti unter die Zuschauer.

-Auf den Spuren der Ravensburger Papiermacher-
Führung:     Samstag 07. Oktober 2017, Beginn 10:00 Uhr, Ende ca. 12:00 Uhr
Treffpunkt:    Humpishaus (Humpisstraße 5) Papierwerkstatt / Kellergeschoß

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
-Die Teilnahme ist kostenlos-

Ravensburg war im Mittelalter der größte Papierlieferant nördlich der Alpen. Die Ravensburger Papierer, so wurden die Papiermacher damals genannt, haben im Mittelalter sehr zum Wohlstand und Reichtum der Freien Reichsstadt Ravensburg beigetragen. Von den insgesamt sechs Papiermühlen waren drei im Ravensburger Vorort Ölschwang angesiedelt. Der „Untere Hammer“ war die erste Papiermühle in welcher bereits im Jahr 1393 das damals noch kostbare und sehr treuere Büttenpapier in mühevoller Handarbeit hergestellt wurde. Diese Papiermühle war auch die Letzte die im Jahr 1876, nach einer Betriebszeit nach knapp 500 Jahren, die Papierproduktion einstellte. Um die Ravensburger Bevölkerung und Besucher an dieses alte Handwerk der Papierherstellung zu erinnern hat unsere Hexenliesel und Ehrenmitglied Walter Heiss (Papiermachermeister) für die Museumsgesellschaft Ravensburg interessante Informationen und Schaubilder zusammengetragen und daraus eine umfangreiche Präsentationsmappe erstellt.

Diese Mappe mit vielen anschaulichen Fotos, Kupferstichen und Wasserzeichen wird bei einem Spaziergang zu den noch vorhandenen Papiermühlengebäuden an verschiedenen Stationen präsentiert. Zusätzlich gibt es detaillierte Hintergrundinformationen über die Produktionsabläufe der Papierherstellung beginnend mit der Rohstoffbeschaffung bis hin zum Verkauf der fertigen Papierbogen sowie der Produktionsmengen. Berichtet wird auch über das harte Leben der Papiermacher und warum die Technik der Papierherstellung ca. 400 Jahre lang im Wesentlichen dieselbe blieb. Damit man eine Vorstellung bekommt wie eine Papiermühle im Mittelalter im von Innen aussah werden Zeichnungen von einem anschaulichen Modell sowie einer Papierwerksatt samt Einrichtung präsentiert. Gesprochen wird auch über die damaligen Neuentwicklungen bei der Papierherstellung, welche zur Vereinfachung und Erleichterung der Arbeitsabläufe dienten.

An der letzten Station vor dem Humpishaus werden die Teilnehmer darüber informiert warum alle Ravensburger Papiermühlen ihren Betrieb einstellen mussten. Auch ein Bild mit Erfindung der ersten Papiermaschine von 1798 samt Erklärung der Funktionsweise wird nicht fehlen. Die Zeitreise endet mit einem Sprung zurück in die Gegenwart und Informationen über die derzeit größte Papiermaschine der Welt. Als Erinnerung an diese Führung dürfen alle Teilnehmer Ihren eigenen Büttenpapierbogen mit einem Ravensburger Wasserzeichen selber herstellen und mit nach Hause nehmen. Alle Mitglieder, Freunde und Bekannte der Ravensburger Schwarze Veri Zunft sind zu dieser Zeitreise zurück ins „Späte Mittelalter“ herzlich eingeladen.(Walter Heiß).

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